Veranstaltungshinweis des Vereins Zeitsprung Ortsgeschichte Gärtringen/Rohrau

Der Verein Zeitsprung Ortsgeschichte Gärtringen / Rohrau lädt herzlich zur Eröffnung des Grenzsteingartens ein. Diese findet am 

Sonntag, 12. Juli 2026, um 14:00 Uhr, im Park der Villa Schwalbenhof statt.

Grußworte des Bürgermeisters und des Vorstands eröffnen die Feierlichkeiten.

Nach der Enthüllung der Infotafel freuen wir uns, mit Ihnen bei einem Glas Sekt auf die Eröffnung des Grenzsteingartens anzustoßen.

Hier der Flyer des Vereins zum Download:

Flyer Grenzsteingarten-Zeitsprung-Gaertringen.pdf

Wir wünschen eine interessante Veranstaltung!

Ein Sonntagsausflug wie aus dem Bilderbuch

Mitte Juni machte sich der Heimatgeschichtsverein auf den Weg zum Büchelberg bei Weil der Stadt. Da auf dem Weil der Städter Vermessungsweg die Eichenprozessionsspinner unterwegs waren, wurde der Ausflug kurzerhand auf den Büchelberg verlegt.

Der Heimatgeschichtsverein Ehningen am Büchelberg

Das wunderschöne Naturschutzgebiet bei Münklingen war vielen Mitgliedern des Vereins noch nicht bekannt und so wurden sie von der Schönheit der Wacholderheide überrascht. Zur Begrüßung begegneten uns die Rasenmäher der Heide – die Schafe.

Sabine Frenzel, Heckengäu- Naturführerin erläuterte, wie wichtig die Schafbeweidung für den Erhalt der besonderen Pflanzengesellschaft im Naturschutzgebiet ist und welche Schwierigkeiten sich für die Schäfer auftun, wollen sie ihre Schafe vor einem Wolfsangriff schützen. 

Auf dem Büchelberg konnten wir die Aussicht bis weit in den Schwarzwald genießen und auf der anderen Seite bis in den Ballungsraum Böblingen/Sindelfingen und die schwäbische Alb sehen. Zwischen den Aussichten gab es kurze Erläuterungen durch Sabine Frenzel. 

Historisches wurde durch Martin Frenzel ergänzt, der recherchiert hatte, was es mit dem historischen Landgraben und dem Jakobsbrunnen auf sich hat. 

Am Jakobsbrunnen haben vermutlich schon einige Pilger ihren Durst gestillt und auch heute noch lädt dieser schöne Platz zum Rasten ein. Wir jedoch stillten unseren Durst nicht am Brunnen, sondern fuhren mit dem Bürgerbus nach Weil der Stadt, wo im historischen Gasthaus Rössle ein weiterer Höhepunkt dieses Sonntags auf uns wartete. 

Herr Straub von der Schmidt-Adler-Stiftung erläuterte uns auf anschauliche Weise die Geschichte des denkmalgeschützen Gebäudes Rössle in der Stuttgarter Str. 62 in Weil der Stadt. Bei kühlen Getränken und einem leckeren Vesper ließen wir den Abend ausklingen und werden sicher bald einmal wieder dieses historische Gasthaus besuchen.

„O wenn I Geld gnuag hätt“

Gewohnt lehrreich war der Besuch des Heimatgeschichtsvereins Ehningen am 22. März 2026 im Heimatmuseum der Stadt Holzgerlingen. Alljährlich findet dort eine vom Verein für Heimatgeschichte Holzgerlingen e.V. gestaltete Sonderausstellung statt; diesmal mit dem Thema „O wenn I Geld gnuag hätt…vom Tauschhandel bis zum Bitcoin“.

Heinz Lüdemann vom dortigen Verein begleitete uns mit großer Sachkenntnis und bestens vorgetragen auf einer Wanderung durch die Geschichte des Geldes; damals, gestern, heute, morgen – Tauschhandel, Münzen, Papier, Bitcoin.

Wir erfuhren Details zum Steingeld aus Mikronesien, zu Kisi Pennies aus Afrika, über das Geld des Königs Kroisus, über Goldmünzen, Notgeld, Inflation, wachsende Staatsverschuldung, Währungsreformen, Giroverkehr, Bankomaten, Homebanking, Handy statt Geldbeutel und manches mehr. Es ist eine lange Entwicklung und trotz vieler Änderungen bleibt am Ende die Erkenntnis; Geld ist immer nur soviel wert, wie man dafür bekommt.

Es zeigte sich wieder, ein Besuch im Heimatmuseum Holzgerlingen lohnt sich immer. Es ist jeweils am ersten Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Nach dem Besuch der Ausstellung fand unser Ausflug seinen gemütlichen Abschluss im Stadtcafé Holzgerlingen.

Karl-Heinz Barth (Schriftführer)

Festakt anlässlich des 40jährigen Jubiläums des Heimatgeschichtsvereins

Mit großer Freude über das Erscheinen von rund 120 Gästen konnte die geschäftsführende Vereinsvorsitzende Jutta Schießler am Freitag, den 16. Mai 2025 den Festakt zum 40jährigen Jubiläum der Gründung des Heimatgeschichtsvereins Ehningen beginnen, zeigt dieser Zuspruch doch deutlich, dass Heimatgeschichte ein aktuelles Thema ist. Der Heimatgeschichtsverein Ehningen hat es verstanden über die Jahre durch zahlreiche Veranstaltungen die Heimatgeschichte lebendig zu halten.

Bürgermeister Lukas Rosengrün hob in seinem Grußwort die Bedeutung geschichtlicher Kenntnis über die Gemeinde und deren Einfluss auch auf heutige Entscheidungen hervor. Er wünschte dem Verein auch weiterhin im kulturellen Leben Ehningens präsent zu sein.

Hans Heinzmann, Bürgermeister von Ehningen von 1980 bis 2004 erinnerte als Gründungsmitglied an die Anfänge des Vereins. Anlässlich der 800 Jahrfeier im Jahr 1985 der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde bestand damals der Wunsch ein Forum zu schaffen, in welchem heimatgeschichtliche Themen bearbeitet werden. So entstand im Nachgang zu einer bereits vorhandenen Ortschronik durch maßgebliche Beteiligung des Vereins mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde zu zahlreichen Aspekten der Ehninger Geschichte eine Schriftenreihe, die als Nachschlagewerk jederzeit hilfreich ist.

Frau Dr. Nicole Bickhoff, Vorsitzende des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins, schilderte in ihrem Grußwort die Geschichte und die Aufgabe ihres Vereins.

 Ziel sei es, die Menschen für die Geschichte des Landes und der Region zu interessieren, ihnen das heimatliche Kulturgut nahezubringen und sie für den Erhalt des kulturellen Erbes zu sensibilisieren. Der Verein, bei welchem der Heimatgeschichtsverein Ehningen auch Mitglied ist, gibt wertvolle Hinweise für die Vereinsarbeit.

In seinem Festvortrag zum Thema „Die Würmtal-Viadukte“ spannte Herr Ulrich Boeyng, pensionierter Denkmalpfleger, einen weiten Brückenbogen zur Entwicklung des württembergischen und badischen Eisenbahnwesens etwa ab dem Jahr 1825 bis zur derzeit höchst aktuellen Frage der zukünftigen Anbindung der Gäubahn an den neuen Stuttgarter Tiefbahnhof. Detailliert befasste sich der Vortrag mit der Bauweise von Holz- und Metallbrücken, so etwa mit Fragen der Verstrebungen zur statischen Sicherheit. Anregend waren auch Lichtbilder zum Bau der Ehninger Eisenbahnbrücke über das Würmtal.

Höchst gekonnt und gelungen wurde die Festveranstaltung von Schülerinnen und Schülern der Musikschule Böblingen bereichert. Für die musikalischen Vorträge gab es langen anerkennenden Applaus.

Frau Schießler bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die ehrenden wie auch anspornenden Beiträge und beendete den Festakt mit freudiger Zuversicht für die kommenden Jahre des Heimatgeschichtsvereins Ehningen. 

Für den Heimatgeschichtsverein Ehningen

Karl-Heinz Barth, Schriftführer

 

 

                                                  Jutta Schießler begrüßt die zahlreichen Gäste

 

                                                  Herr Boeyng bei seinem Festvortag über die Würmtal-Viadukte

 

                               Die Schülerinnen und Schüler der Musikschuke Böblingen mit ihrer Lehrerin

Ausflug am 6. 4.2025 zum Landesmuseum

Ehninger Heimatgeschichtsverein zu Besuch bei der Erlebnisausstellung Protest!

20 interessierte Ehningerinnen und Ehninger sind der Einladung des Heimatgeschichtsvereins, zum Besuch der Erlebnisausstellung

PROTEST! Von der Wut zur Bewegung“ im Landesmuseum Stuttgart gefolgt.

Es gab eine interessante Ausstellung in unterschiedlichen Dokumentationen zu sehen, durch die Herr Stephan Papadopoulos die Gruppe gekonnt führte und die unterschiedlichen Arten von Protest erläuterte.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren über vergangene und aktuelle Protestbewegungen– global und regional, vom Bauernkrieg über die Friedensbewegung bis zum Klimastreik. Historische und aktuelle Fotos und Filme sowie Interviews mit Aktivisten und Aktivistinnen zeigen, welche Erfahrungen von Ungerechtigkeit, Nicht-gehört-werden und Entbehrung dazu führen, dass Menschen sich vernetzen und Widerstand leisten.

Ältestes und historisches Beispiel für die Protestbewegung ist sicher der 500 Jahre zurückliegende Bauernkrieg.

Bereits 1524/25 rangen die Menschen im Südwesten um eine bessere Zukunft: Im sogenannten „Bauernkrieg“ protestierten sie gegen Leibeigenschaft und religiöse Unfreiheit. Diese erste Massenbewegung der Geschichte ist in die Dramaturgie von „PROTEST!“ verflochten und offenbart Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Bewegungen der Gegenwart.

Nach dem Ausstellungsbesuch gab es eine gemütliche Kaffeerunde in der Alten Kanzlei, wo sich alle rege über das Gehörte und Gesehene ausgetauscht haben.

Für den Heimatgeschichtsverein Ehningen

Jutta Schießler

 

                                                 Erläuterungen durch Herrn Papadopoulos

 

                                                  Teilnehmer am Ausflug